Die Erdbeeren mit dem PRO PLANET-Label in der 400 g-Packung stammen aus der Provinz Huelva in Südspanien, der wichtigsten Anbauregion für Erdbeeren in Europa.
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Ein Viertel der europaweiten Erdbeerproduktion stammt aus der Provinz Huelva. Diese liegt in direkter Nähe zur Coto de Doñana, einem der wichtigsten Feuchtgebiete Spaniens, Weltnaturerbe und Biosphärenreservat mit beeindruckender Artenvielfalt.
Durch die Intensivierung der Landwirtschaft hat sich in der Provinz Huelva die Produktionsfläche vervielfacht und der Wasserverbrauch ist immens gestiegen. Diese Übernutzung der natürlichen Ressourcen führt in der Coto de Doñana zu einer fortschreitenden Austrocknung und Gefährdung der natürlichen Lebensräume. Verschärft werden diese Auswirkungen durch die illegale Nutzung von Flächen und Wasserressourcen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die REWE Group gemeinsam mit dem WWF Kriterien für eine effizientere Nutzung der Wasserressourcen entwickelt, die über die Kontrolle der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hinausgehen.
Ziel ist es, den Wasserverbrauch auf den Feldern innerhalb von drei Jahren von geschätzten 5.000 auf 4.000 Kubikmeter pro Hektar zu senken. Die Wassernutzung aus dem Grund- oder Oberflächenwasser erfolgt ausschließlich nach einer ordnungsgemäßen Genehmigung der örtlichen Wasserverwaltungsbehörde.
Zur Dokumentation des Verbrauchs wurden bei allen Erzeugern Wasseruhren installiert. In einem zweiten Schritt wurden Meßsonden zur Bestimmung des Wasserbedarfs eingesetzt, um die Wasserversorgung zu optimieren.
Ein regelmäßiges Monitoring gewährleistet dabei die konsequente Umsetzung der einzelnen Maßnahmen. Parallel dazu arbeiten der WWF und die REWE Group mit GLOBALG.A.P. an der Entwicklung zusätzlicher Maßnahmen für nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft weltweit.
„Die Obst- und Gemüseproduktion hat heutzutage eine globale Dimension erreicht. Dabei wurden in Spanien die Grenzen des Bewässerungsanbaus überschritten. Es besteht dringender Handlungsbedarf. In dieser Situation bildet das Pilotprojekt im Erdbeeranbau in Kooperation mit der REWE Group eine Schlüsselrolle für den gesamten Landwirtschaftssektor.
Eine kontrollierte und reduzierte Nutzung der Wasserressourcen ermöglicht die Erhaltung der natürlichen Ökosystemdienstleistungen wie auch langfristiger Grundlagen für die Landwirtschaft.“
Patricia Graf - PANDA Fördergesellschaft für Umwelt mbH
Oberste Priorität bei den PRO PLANET Erdbeeren ist die Produktsicherheit. Die Erdbeeren stammen ausschließlich von ausgesuchten Vertragslandwirten, die auf festgelegten Flächen im Rahmen eines von Experten entwickelten integrierten Anbaukonzeptes nach streng definierten Vorgaben produzieren.
Die Erdbeeren werden vom Anbau bis zur Ankunft in den Märkten laufend kontrolliert, so dass ständig eine hohe Produktqualität gewährleistet ist. Damit übernimmt die REWE Group Verantwortung für die gesamte Produktionskette.
Im Jahr 2009 hat die REWE Group gemeinsam mit der unabhängigen österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 erstmals einen Statusbericht zum chemischen Pflanzenschutz bei Obst und Gemüse veröffentlicht. Ziel ist es, die Pestizidbelastung von Obst- und Gemüse langfristig zu überprüfen und zu senken. So hat die REWE Group alle Daten der Rückstandsanalysen aus den Jahren 2007 und 2008 an GLOBAL 2000 weitergeleitet.
Die Daten verknüpft die Non-Profit-Organisation mit Informationen zu den Verzehrgewohnheiten der Menschen. Diese können in unterschiedlichen Ländern und über längere Zeiträume schwanken, so dass beispielsweise für Deutschland und Österreich individuelle Warenkörbe und Belastungswerte zugrunde liegen.
Im nächsten Schritt ermittelt GLOBAL 2000, wie viel Pestizide der Verbraucher aufgenommen hätte, der sämtliches Obst und Gemüse in Märkten der Vertriebslinien der REWE Group kauft. Die Aufnahmemenge für das Jahr 2007 entspricht dem Index 1.
So konnte nachgewiesen werden, dass sich die Gesamtbelastung bei Obst und Gemüse von 2007 auf 2008 nachweislich
reduziert hat.
Die Coto de Doñana beherbergt über 360 Vogelarten. Jedes Jahr rasten ungefähr 6 Millionen Zugvögel auf ihrer Wanderung zwischen Europa und Afrika in diesem Gebiet.
Das Naturschutzgebiet ist zudem Lebensraum des iberischen Luchses, der am meisten gefährdeten Katzenart der Welt. Weitere Bewohner sind unter anderem Wildschweine, Fischotter, Kaninchen, Mauswiesel und ägyptische Mungos.
Um die Artenvielfalt zu schützen führt der WWF im Auftrag der REWE Group zahlreiche Renaturierungsmaßnahmen durch, z.B. die Wiederaufforstung von Naturschutzflächen und die Vernetzung von isolierten Biotop-Bereichen.


