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Bananen Chiquita

Die Banane ist der Klassiker unter den Tropenfrüchten: Süß und fruchtig zugleich zählen sie zu den zu den beliebtesten und meistverzehrten Obstsorten in Deutschland. Bananen wachsen in tropischen und subtropischen Regionen, Hauptexportländer sind die mittel- und südamerikanischen Länder Ecuador, Costa Rica, Kolumbien, Honduras, Panama, Guatemala und die Philippinen. Die weltweit wichtigste Sorte für den Export ist die Cavendish-Banane.

Die Bananen der Marke Chiquita mit dem PRO PLANET-Label stammen aus Costa Rica und Panama, kleinere Mengen aus Kolumbien und Ecuador. Die Landschaft ist geprägt von zahlreichen Berg- und Tropenwäldern, die eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt beheimaten. Doch dieses Paradies ist durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung gefährdet. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bedroht sowohl die Artenvielfalt als auch die Trinkwasserversorgung der Menschen vor Ort. Zudem sind die Arbeiter auf den Bananenplantagen häufig mit sozialen Herausforderungen wie zu geringen Löhnen, unzureichendem Gesundheitsschutz und mangelnder Arbeitssicherheit konfrontiert.

Einige Lieferanten der REWE Group, wie beispielsweise Chiquita, arbeiten schon seit vielen Jahren intensiv daran, die Artenvielfalt zu schützen, soziale Bedingungen zu verbessern und sowohl den Anbau als auch die Ernte von Bananen nachhaltiger zu gestalten. So trägt Chiquita bereits seit über 20 Jahren das Siegel Rainforest Alliance Certified™ der internationalen Umweltschutzorganisation. Darüber hinaus hat die REWE Group die Einhaltung zahlreicher zusätzlicher Kriterien verbindlich festgelegt und einen Bananen-Fonds gegründet, aus dem soziale und ökologische Projekte in den Anbaugebieten finanziert werden. Der Bananen-Fonds basiert unter anderem auf den Erfahrungen des Tropenprojekts, das die REWE Group und Chiquita 2008 gemeinsam ins Leben gerufen haben. 2010 wurde für dieses Projekt der Umweltpreis der panamesischen Umweltbehörde verliehen.

WOHER STAMMEN DIE BANANEN MIT DEM PRO PLANET-LABEL?

Die Bananen der Marke Chiquita mit dem PRO PLANET-Label stammen überwiegend aus Costa Rica und Panama.

WIE GESTALTET DIE REWE GROUP DEN ANBAU UND DIE ERNTE VON BANANEN NACHHALTIGER?

Um den Anbau und die Ernte der Bananen nachhaltiger zu gestalten, setzt die REWE Group bei den PRO PLANET-Bananen auf eine Zertifizierung der Erzeuger mit dem Siegel Rainforest Alliance Certified™ nach dem SAN-Standard für nachhaltige Landwirtschaft: Diese Zertifizierung ist Voraussetzung, damit die Bananen das PRO PLANET-Label erhalten. Der SAN-Standard unterstützt ökologisch nachhaltige und sozial verantwortungsvolle Methoden im Anbau und bei der Ernte der Bananen. Beispielsweise sieht er den kontrollierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie Schulungen, Vorsorgeuntersuchungen und geeignete Schutzausrüstungen der Arbeiter vor, die mit den Pflanzenschutzmitteln arbeiten. Die Arbeiter erhalten mindestens den gesetzlichen Mindestlohn und haben das Recht, Arbeitnehmervertretungen zu bilden. Jede Farm erarbeitet zudem einen Maßnahmenkatalog zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt. Mit den Erzeugern hat die REWE Group die Einhaltung zahlreicher zusätzlicher Kriterien verbindlich vereinbart, die im SAN-Standard bisher nicht als sogenannte kritische Kriterien geführt werden und für eine Zertifizierung nicht zwingend sind. Hierzu zählen beispielsweise regelmäßige medizinische Vorsorgeuntersuchungen und eine spezielle Ausbildung der Arbeiter, die Umgang mit Pflanzenschutzmitteln haben.
Alle Lieferanten von Obst und Gemüse haben sich in einer Rahmenvereinbarung mit der REWE Group dazu verpflichtet, die grundlegenden Arbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labor Organisation, ILO) einzuhalten und dies im Rahmen unabhängiger Audits überprüfen zu lassen. Dazu zählt zum Beispiel, dass sie soziale Standards einhalten und mindestens den gesetzlichen Mindestlohn zahlen.

Bananen-Fonds zur Verbesserung der Umwelt- und Lebensbedingungen

Um darüber hinaus konkrete Maßnahmen für eine verantwortungsvolle Bananenproduktion zu unterstützen, hat die REWE Group den Bananen-Fonds gegründet: Mit einem Gesamtvolumen von mehr als 2,5 Millionen Euro seit 2014 finanziert der Fonds ökologische und soziale Projekte, die die Umwelt- und Lebensbedingungen vor Ort verbessern. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Fördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche. Die Auswahlkriterien für Projekte, die Unterstützung aus dem Bananen-Fonds erhalten sollen, hat ein unabhängiges Multi-Stakeholder-Gremium mit Vertretern aus lokalen Nichtregierungsorganisationen (Zivilgesellschaft, Umweltschutzverbände, Arbeitnehmervertretungen u.a.) gemeinsam mit der GIZ und der REWE Group erarbeitet. Lokale Organisationen können sich mit ihren Projektideen im Rahmen von Ausschreibungen bewerben, die von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit/International Service (GIZ-IS) GmbH durchgeführt werden. Die Projektanträge – beispielsweise für den Ausbau einer Kinderkrippe, die Unterstützung eines Kinder- und Jugendzentrums oder die Ausstattung einer Medizinstation – werden anhand der abgestimmten Auswahlkriterien ausgewertet und einem Beirat aus Vertretern von Chiquita, Dole, der Caritas und der REWE Group zur Prüfung und Bewilligung vorgelegt. Es ist geplant, in Zukunft weitere Produkte und Produzenten in den Fonds mit einzubinden.

Das Tropenprojekt

Der Bananen-Fonds basiert unter anderem auf den Erfahrungen des Tropenprojekts, das die REWE Group 2008 gemeinsam mit Chiquita ins Leben gerufen hatte. Das Projekt hatte zum Ziel, die Artenvielfalt in der Grenzregion zwischen Panama und Costa Rica zu schützen und die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern.

Um neue Arbeitsplätze zu schaffen, wurden im Rahmen des Projekts Werkstätten für die Produktion und den Verkauf von traditionellen Handwerksprodukten errichtet. Schulungen vermittelten neben betriebswirtschaftlichem Grundwissen auch neue fachliche Kenntnisse – zum Beispiel zum Gemüseanbau. Diese Gemüsebauern beliefern inzwischen mehrere Hotels in der Umgebung und sorgen für die Verpflegung der Chiquita-Mitarbeiter. Auch die Arbeitskleidung der Arbeiter stammt von Nähereien vor Ort.

Zum Schutz der Artenvielfalt wurde eine 130 Hektar große Fläche Weideland im panamesischen Naturschutzgebiet San San Pond Sak gekauft und in Zusammenarbeit mit der Anwohnervereinigung wiederaufgeforstet, um dort den natürlichen Lebensraum bedrohter Tiere und Pflanzen wiederherzustellen. Bis heute wurden bereits mehr als 6.000 Bäume gepflanzt. 2009 stellte die Regierung im Nachbarstaat Costa Rica weitere 1.000 Hektar Wald unter Schutz – so entstand ein grenzübergreifendes Naturschutzgebiet. Die REWE Group und Chiquita planen nun, die Renaturierungsmaßnahmen im Rahmen des Bananen-Fonds fortzuführen und weitere Flächen entlang des Flusses Rio San San wieder aufzuforsten.

Lernen durch Teilnahme am Umweltschutz

Ein wichtiges Ziel des Tropenprojekts von REWE und Chiquita war es, bei der lokalen Bevölkerung ein größeres Bewusstsein für Umweltschutz zu schaffen – denn nur so zeigen die Maßnahmen auch langfristig Wirkung. Daher wurden die Menschen und Institutionen vor Ort in die Projektumsetzung einbezogen: Freiwillige Helfer des Tropenprojekts bewachten die Brutstätten der vom Aussterben bedrohten Lederschildkröten, säuberten die Strände und errichteten Tiergehege. Und sie überwachten den natürlichen Lebensraum der Seekühe, um sie vor Jägern und anderen Gefahren zu schützen – mit Erfolg: In den vergangenen Jahren wurde keine einzige Seekuh mehr gewildert.

WIE WIRD DIE VERWENDUNG DES BANANEN-FONDS KONTROLLIERT?

Durchführendes Organ des Bananen-Fonds ist die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ-IS) GmbH, die in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen die Kriterien für Beteiligung und Projektauswahl entwickelt. Vertreter der Arbeitnehmer, der Bevölkerung und der Umweltverbände sowie der lokalen Gemeinden sind an der Auswahl geeigneter Projektarten beteiligt.

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Kurz und Gut

Ziele:

Verbesserung der Umwelt- und Sozialbedingungen

Maßnahmen:

Rainforest-Alliance-Siegel, Gründung eines Bananen-Fonds

Herkunft:

Costa Rica und Panama sowie Kolumbien und Ecuador

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